Ein Überblick unterschiedlicher Fondsarten

Schlaue Anleger wissen, dass sich die Investition in Sparbücher oder Tagesgeldkonten nicht mehr lohnt. Eine Investition in einen Aktienfonds hingegen bietet noch gute Renditemöglichkeiten und stellt eine der wenigen sinnvollen Anlageformen dar, deren Zinserträge höher als die jährliche Inflationsrate sind. Doch auch für Profis ist es hin und wieder schwer, die verschiedenen Fondsarten zu unterscheiden. Deshalb haben wir für Sie hier einen kleinen Überblick unterschiedlicher Fondsarten aufgeführt.

Der Aktienfonds

Als Aktienfonds wird ein Investmentfond bezeichnet, der Ihr Geld hauptsächlich in Aktien investiert. Die Auswahl der Aktien kann dabei zum Beispiel auf eine bestimmte Region festgelegt sein. Natürlich gibt es auch Aktienfonds, die in internationale Unternehmen investieren. Es gibt auch Aktienfonds, welche sich an Unternehmen bestimmter Branchen beteiligen (Bauindustrie, Telekommunikation etc.). Entscheidend ist, dass hier nicht nur in ein Unternehmen investiert wird. Noch besser ist es, nicht nur in verschiedene Unternehmen, sondern auch in verschiedene Branchen zu investieren. Das Klumpenrisiko wird dadurch minimiert, sollte mal ein Unternehmen schwächeln oder der Kurs einer gesamten Branche einbrechen.

Der Rentenfonds

Bei einem Rentenfonds wird in Papiere investiert, die regelmäßig Zinsen auszahlen. Der Rentenfonds erzielt demnach Erträge durch Zinszahlungen. Ein klassisches Beispiel sind Staatsanleihen. Der Fonds erwirtschaftet Erträge durch Zinsen, die der Staat für seine Schulden bzw. für das ihm geliehene Geld. Im Vergleich zum Aktienfonds erwirtschaftet ein Rentenfonds in der Regel deutlich kleinere Erträge und eignet sich nur für Anleger, die ein sehr kleines Risiko mit ihrer Investition eingehen möchten.

Der Mischfonds

Wie der Name es bereits andeutet, kombiniert der Mischfonds verschiedene Anlagesegmente (Aktien, Geldmarktpapiere, Renten etc.). Er eignet sich für Anleger, die die gesamte Bandbreite der Märkte für sich nutzen wollen. Die Ausrichtung der Mischfonds ist dabei ganz unterschiedliche. Je nach Risikofreudigkeit der Anleger findet sich die passende Mischung aus Aktien, Renten und Geldmarktpapieren.

Der Immobilienfonds

Immobilienfonds investieren in Büros, Einkaufszentren, Hotels oder Gewerbeimmobilien. Durch Mietzahlungen oder Veräußerungsgewinne erzielen die Anleger Erträge. Es gibt eine große Fülle an unterschiedlichen Immobilienfonds. Manche haben einen regionalen Schwerpunkt, andere investieren ausschließlich in Immobilien eines bestimmten Typs (z.B. Pflege- und Seniorenheime).

Neben der Entscheidung, in welchen Fonds Sie investieren wollen, stellt sich auch die Frage, ob Sie einmalig in einen Fonds investieren oder einen Sparplan wählen. Beide Varianten haben, wie sollte es anders sein, Vorteile und Nachteile. Investieren Sie viel Geld einmalig in einen Fonds, profitieren Sie unmittelbar und vollumfänglich von der von Ihnen gewählten Anlage. Dementsprechend hoch fallen auch die Renditen aus. Nun gibt es aber auch viele Anleger, die gerne investieren möchten, denen dazu aber noch das Kapital fehlt. Hier bietet sich ein Sparplan an, denn schon mit relativ kleinen, aber regelmäßig eingezahlten Beträgen kann über die Zeit ebenfalls eine ordentliche Rendite erwirtschaftet werden. Denn hier kommt der sogenannte Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) zum Tragen. Ein Anleger investiert regelmäßig die gleiche Summe in einen Fonds. Bei fallenden Kursen kann er für sein Geld mehr Anteile erwirtschaften während bei steigenden Kursen seine bereits erworbenen Anteile wertvoller werden. Im Laufe der Zeit erwirbt der Anleger dadurch immer mehr Anteile an dem Fonds ohne gleich am Anfang eine große Summe investieren zu müssen.

Die Entscheidung, welcher Fonds für Sie der Richtige ist, können wir Ihnen selbstverständlich nicht abnehmen. Wir können aber informieren und somit das Risiko einer Fehlinvestition minimieren. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Ratgeber „Die 10 fatalsten Fehler, die Sie bei Ihrer Fondsauswahl vermeiden müssen!“.