Für Klein- und Großanleger bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, das gesparte Geld sinnvoll zu investieren. Geld sinnvoll anlegen ist allerdings bei der Vielzahl der Optionen kein simples Unterfangen.

Für Klein- und Großanleger bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, das gesparte Geld zu investieren. Geld sinnvoll anlegen ist allerdings bei der Vielzahl der Optionen kein simples Unterfangen.

Es bedarf zuvor vielen Überlegungen und einer guten Analyse der potentiellen  Anlageformen. Hierbei gibt es für die Anleger viele unterschiedliche Optionen der Geldanlage. Es kann zum einen beispielsweise in Aktien, Fonds oder Immobilien investiert werden. Zum anderen stehen diverse Zinsprodukte wie Tagesgeld, Festgeld oder verschiedene Anleihen zur Verfügung. Da besonders Anfänger auf diesem Gebiet schnell den Überblick verlieren können, wird oftmals ein Investmentberater einer Bank aufgesucht. Dessen Empfehlungen sind allerdings meist mit hohen Provisionen verbunden.

Den Umgang mit den richtigen Investitionsmöglichkeiten zu erlernen, kann hierbei bares Geld wert sein. Durch gute Recherche und Eigeninitiative können auch Neulinge auf diesem Gebiet schnell handeln und ihr Geld gut anlegen. So kann u.a. verhindert werden, dass das Geld auf einem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto kaum Erträge bringt und nach Inflation sogar Kaufkraftvernichtung betrieben wird. Fehlgriffe können durch eine gezielte Informationsbeschaffung ebenfalls vermieden werden. Egal ob es sich bei der Investition um große oder kleine Beträge handelt, Geld gewinnbringend anlegen ist stets eine gute Vorsorge für die Zukunft.

Die richtige Vorbereitung auf eine Geldanlage

Um eine erfolgreiche Geldanlage zu tätigen, gibt es einige Grundregeln.
Diese sollten Schritt für Schritt befolgt werden, ehe das erste Geld für ein Investment in die Hand genommen wird. Vorbereitung ist hierbei ein sehr wichtiger Faktor um die Basis für eine gewinnbringende Investition zu schaffen.

Verbindlichkeiten vor einer Geldanlage tilgen

Bevor Geld für eine Anlage in die Hand genommen wird, sollten eventuell bestehende Verbindlichkeiten zuvor getilgt worden. Laufende Zinsen für Kredite (Konsum, Leasing etc.) können das gesamte Konstrukt belasten und im schlimmsten Fall sogar die Renditen aus der Investition auffressen. Zudem wirken sich Zahlungsverpflichtungen negativ auf die eigene Konzentration aus und wirken belastend. Eine Ausnahme kann ein Baufinanzierungsdarlehen sein, welches aus steuerlichen Gründen dennoch Sinn machen kann, auch wenn dagegen teilweise Eigenkapital nicht zur Tilgung eingebracht wird.

Die Betrachtung der eigenen Vermögensverhältnisse

Bevor eine Geldanlage getätigt wird, sollten die persönlichen Vermögensverhältnisse ganz genau betrachtet werden. Es darf immer nur so viel Geld investiert werden, wie es die eigenen Finanzen auch problemlos zulassen. Hierbei muss sich klar gemacht werden, dass auf eine gewisse Summe für den Zeitraum der Anlage verzichtet werden muss. Dies darf dem Anleger keine Kopfschmerzen durch daraus entstehende potentielle finanzielle Engpässe bereiten. Dann wäre die Planung falsch.

Das Bewusstmachen des eigenen Risikos

Wenn hohe Gewinnchancen in Aussicht gestellt werden, steigt parallel dazu auch das Risiko für die eigene Investition. Höhere Renditen bedeuten immer auch eine Steigerung des Gefahrenpotenzials. Während der Anlagezeit sollte sich auch immer bewusst gemacht werden, dass bei einer Investition mit Kursschwankungen zu rechnen ist.

Ein längerer Anlagezeitraum

Um Kursschwankungen auszugleichen, sollte ein längerer Anlagezeitraum gewählt werden. Wenn bei kurzzeitigen Kursverlusten Panik beim Anleger ausbricht, kann dies zu vorschnellen und unüberlegten Handlungen führen. Dies ist in den meisten Fällen mit einem Teilverlust des Kapitals verbunden. Durch längere Anlagezeiträume kann die Kursentwicklung in Ruhe beobachtet werden und das bestmögliche Timing für die Chancen und Risiken der gewählten Anlage genutzt werden. So optimiert sich das Ergebnis des Investors.

Das Risiko streuen und an mehreren Stellen investieren

Um größere Sicherheit bei der Anlage zu schaffen, kann das investierte Vermögen auch auf mehrere sinnvolle Investitionen aufgeteilt werden. Somit geht man einem potentiellen Totalverlust schon direkt einmal generell aus dem Weg. Der besondere Vorteil liegt darin, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich die Entwicklung der Gesamtinvestitionen komplett in die falsche Richtung bewegt. Somit können auch einzelne negative Kursschwankungen von Teilinvestitionen aufgefangen werden.

Aktienfonds als große Gewinnchance

Bei einer Investition in Aktienfonds besteht die Chance auf besonders hohe Renditen. Daher sind sie eher zu empfehlen als eine Anlage in einzelne Aktien. Zudem bieten Aktienfonds die Möglichkeit, viele Einzeltitel miteinander zu kombinieren. Als möglicher Einstieg sind die an der deutschen Börse gehandelten Indexfonds (ETFs) eine Option. Über solche ETFs kann man breit gestreut in unterschiedliche Aktienmärkte investieren (z.B. in deutsche Werte über einen ETF in den Deutschen Aktien Index DAX, oder in breit gestreute internationale Aktien über ein Investment in ein ETF auf den MSCI World Index, das weltweite Aktienbaromenter). Diese Anlageform kann günstig erstanden werden und bietet eine gute Einstiegsmöglichkeit.

Traditionelle Zinsanlagen

Früher boten Investitionsvehikel, wie ein Tagesgeldkonto, ein Sparbuch oder festverzinsliche Wertpapiere (Renten) lukrative Anlagemöglichkeiten insbesondere für konservative Anleger. Leider ist das Zinsniveau in den letzten Jahren quasi auf Null gefallen, sodass aus der Möglichkeit einer risikolosen Rendite nun ein renditeloses Risiko geworden ist. Denn nahezu ohne jegliche Rendite, muss sich ein Anleger hier darauf verlassen, dass ihm der anvertraute Partner (Emittent) auch nach Ablauf der Anlagelaufzeit überhaupt sein Kapital zurückzahlt (Emittentenrisiko). Außerdem ist die aktuelle Teuerungsrate (Inflation) erheblich höher als der minimale Zins, sodass wir leider über „legale und stetige Kapitalvernichtung“ bei solchen Anlagen reden. Diese Anlageformen taugen maximal noch für die kurzfristige Liquiditätsreserve (z.B. für die nächste Urlaubsreise oder ungeplante Reparaturen). Ansonsten ist davon aktuell dringend abzuraten.

Geldanlage ist kein Hexenwerk und macht sogar ausgesprochen viel Spaß. Die Kapitalanlage ist aber auch bei weitem kein Selbstläufer. Man muss sich Zeit nehmen, sich damit zu beschäftigen. Man sollte sich auch bei einem Profi (z.B. einem unabhängigen Finanzberater) dringend einen unterstützenden Rat bzw. eine Produktempfehlung einholen. In Zeiten von drohender Altersarmut kann sich allerdings auch niemand leisten sich nicht mit seinem Geld zu beschäftigen. Denn das eigene Geld darf ruhig so hart arbeiten, wie man selbst. Tut man nichts mit seinem Kapital und lässt es auf dem Sparbuch oder Tagesgeld liegen, wird es garantiert und kontinuierlich weniger wert. Dieses Ziel kann niemand haben. Also, auf geht´s – lassen Sie Ihr Geld endlich für sich arbeiten. Gerne auch mit Patriarch-Fonds.
So mache ich es auch !

Dirk Fischer