Fondsvermögensverwaltung ist nicht gleich Fondsvermögensverwaltung: 

Durch steigende Anforderungen im Fondsgeschäftsmodell fühlen sich viele Fondsberater immer weiter in ihrem Beratungsprozess eingeschränkt. Die Ansprüche von Haftung und Dokumentationsaufwand werden stets mehr und dadurch erscheint den meisten das Fondspickung zunehmend unattraktiv. Die Vermittlung einer Fondsvermögensverwaltung boomt dagegen seit geraumer Zeit. Doch in diesem Segment gibt es feine, aber entscheidende Qualitätsunterschiede, auf die ein Anleger zwingend achten sollte.

 

Wer trifft wirklich die Anlageentscheidungen bei einer  Fondsvermögensverwaltung und wer übernimmt die Haftung?

So viele gewinnbringende Eigenschaften solche Modelle auch aufweisen mögen, heisst es an einem Punkt „aufgepasst“!
Nämlich dann, wenn ein Fondsberater sich den Status eines haftenden Vermögensverwalters bei einem entsprechenden Anbieter indirekt „leiht“ und eigentlich selbst die Entscheidungen über die Anlagestrategien gesteuert aus dem Anlageausschuss heraus übernimmt. Der Vermögensverwalter fungiert hier quasi mit seinem Namen „nur als Strohmann“.
Dabei übersehen viele die Haftungsrisiken, welche in diesen Modellen mitschwingen. In keinem Fall darf bei einem Beratungsgespräch für eine solche Fondsvermögensverwaltung damit geworben werden, dass der Vermittler selbst die Anlagestrategie maßgeblich beeinflusst.
Da die Rechtslage ganz klar vorsieht, dass diese Aufgabe alleine beim Vermögensverwalter liegt, wird von Juristen bereits zu großer Vorsicht gemahnt!

Eigentlich handelt es sich beim normalen Aufbau einer Fondsvermögensverwaltung um eine simple und bewährte Geschichte. Der Kunde bezahlt seinen Vermögensverwalter für seine Dienste und der Vermögensverwalter gibt davon Vertriebsvergütungen oder ähnliche Zahlungen an den Vermittler der Strategie weiter.
Bei einigen Modellen wird es jedoch sehr kritisch: Wenn auf der Zielfondsebene entstehende Kick-Back nicht an den Anleger, sondern an den Vermittler gehen, welcher diese dann auch noch vereinnahmt. Einige Mitglieder der Branche erachten dieses Verfahren als tolerabel.
Wir bei der Patriarch hingegen sind der Meinung, dass dies dem Geist von Mifid ll und der Vorgabe des Gesetzgebers komplett widerspricht.

Aus Kundensicht ist die banale Frage, wie solvent ein „geliehener Vermögensverwalter“  im Ernstfall wohl ist? Denn im Streitfall ist der haftende Vermögensverwalter der entscheidende Gegenpart zur Kundenseite. Die Bonität, im Haftungsfall einer Bank, muss man wohl nicht unbedingt bezweifeln, doch bei den rund 700 lizenzierten Vermögensverwaltern mit Erlaubnis nach § 32 KWG in Deutschland, sieht es schon etwas anders aus.
Dies ist für Berater und Endkunden ein essenzieller Punkt, den es nicht zu unterschätzen gilt.

Es gibt keinen Ersatz für Qualität

Nun muss man sich fragen, worauf man selbst mehr Wert legt, wenn man sich für eine Fondsvermögensverwaltung interessiert. Wir bei der Patriarch für unseren Teil halten deutlich Abstand von solchen Modellen, da sie einfach zu unsicher sind und wir lieber auf Qualität setzten, als auf ein schnelles Geschäft.
Wir möchten nicht, dass der eigentlich gute Ruf der Fondsvermögensverwaltung im Markt durch potentielle Einzelprobleme zerstört wird. Nicht ohne Grund können wir mit gut 17 Jahren Historie in diesem Segment den längsten Track-Rekord im freien Markt.
Wir sind allerdings auch in der guten Ausgangsposition, dass wir nicht jedes Geschäft mitnehmen müssen und für unsere Kunden genügend sicherere Optionen parat haben, auf die wir nach vielen Jahren wirklich vertrauen können.

Natürlich wollen wir nicht alle Anbieter über einen Kamm scheren und allen den Wunsch nach Individualität verwehren. Ganz im Gegenteil: Wir finden Wettbewerb sehr gesund und der Markt ist wirklich groß genug für verschiedene Ansätze.
Wir vertreten aus diesem Grunde die Meinung, dass es genug Angebote mit jahrelanger guter Wertentwicklung gibt und weitere fragwürdige individuelle Strategien nicht unbedingt notwendig sind.
Bei neuen Strategien gilt es außerdem immer zu beachten, ob Kosten und Leistung überhaupt in einem angemessenen Verhältnis zueinanderstehen.

​Leider kann zum heutigen Stand kein klarer Vergleich zum Preis-Leistungs-Verhältnis für Fondsvermögensverwaltungen gezogen werden. An sich verfügt die Branche mit der BVI-Methode eigentlich eine faire und bewährte Performance-Berechnungsweise. Da jedoch bisher alle Versuche im Fondsvermögensverwaltungssegment einen umfassenden und einheitlichen Leistungsvergleich aufzubauen im Anfangsstadium stecken geblieben sind, bleibt die Wahl der richtigen Fondsvermögensverwaltung weitgehend Vertrauenssache. Viele Einwände gegen die vorgeschlagenen Methoden erscheinen oft nur vorgeschoben zu sein, sodass sich der Verdacht ergibt, einige Akteure würden einen transparenten Vergleich bewusst meiden wollen. Oft mit der Begründung, ihre Strategie sei nun einmal zu individuell und exklusiv für einen Vergleich.

So richtig die Anlageentscheidung für eine Fondsvermögensverwaltung ist, so wichtig ist es dabei auf die Produktqualität zu achten. Deshalb gilt auch in diesem Segment mehr denn je: „Vielleicht sollte der Interessent einfach einmal jemanden fragen, der sich damit auskennt“.

 Und da kann es beim Thema Fondsvermögensverwaltung wirklich nur die Patriarch geben….…

Dirk Fischer

Geschäftsführer der Patriarch Multi-Manager GmbH

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