Durch die Ende 2008 eingeführte Abgeltungssteuer entstand zuvor ein regelrechter Boom bei der Beliebtheit von Dachfonds. Da viele Anleger das daraus resultierende Steuerungleichgewicht ausnutzen wollten, stieg die Popularität der steuerbegünstigten Dachfonds damals ganz enorm an.
Seitdem hat sich eine ganze Menge geändert und heute ist die Nachfrage nach Dachfonds eher abgeflacht.

Stellt sich die Frage:              Sind Dachfonds im Jahre 2020 wirklich out?

Wieso flachte die Popularität überhaupt ab?

Durch die damals stark erhöhte Nachfrage wurden immer mehr Dachfonds ins Leben gerufen. Jeder wollte Dachfonds anbieten und so kam es, wie es kommen musste. Auch normale Fondsberater mit damaliger Erlaubnis nach §34c GewO wollten ihr Glück als Dachfondsmanager versuchen. Viele mussten jedoch recht schnell feststellen, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen einer Einzeldepotzusammenstellung für einen individuellen Mandanten und dem Verantworten eines komplexen Fondsmanagements gibt.
​Durch das Überangebot mit schwierigem Auflageszenario im Jahr 2008 (inmitten der Finanzkrise), blieben viele Fonds volumenseitig zusätzlich auch deutlich zu klein, was zu erheblichen Kosten aus dem Produkt zulasten des Anlegers führte. Auch die im Mittel eher  unterdurchschnittlichen Ergebnisse brachten nach und nach das Ende des regelrechten Hypes um den „steuerlichen Heilbringer Dachfonds“. 

Die Sicht der Dachfondsgegner

Auch wenn viele Stimmen sich derzeit dadurch berufen fühlen, das Ende des Dachfonds zu verkünden, wäre es fatal sich einfach ungeprüft auf solche Aussagen zu verlassen.
Denn schaut man sich die aufgeführten Argumente genauer an, so fällt eindeutig auf, dass es sich weitgehend immer wieder um ein und dieselben Kritikpunkte handelt. Viele dieser Kritiker bemängeln, dass ein Fund-of-funds-Konstrukt, wie ein Dachfonds, einfach zu teuer sei und nicht mehr in die heutige Zeit von sinkenden Margen und höherer Preissensibilität passen würde.
Ergänzend werden die oft nur durchschnittlichen Ergebnisse der Dachfonds genannt und der mit Abschaffung der Abgeltungssteuer entfallenden „Steueraufschubvorteil“ wird ebenso angeführt.

Kritikpunkte, die am Sinn der Dachfonds vorbei gehen

Die vorgenannten Argumente führen allerdings weitgehend an der eigentlichen Idee von Dachfonds vorbei und sind schon „konstruktionsimmanent“ und somit überwiegend gar nicht änderbar.

1) Beispielsweise ist der Vergleich der Kosten von Dachfonds mit direkten Zielfondsinvestments, wie ETFs oder aktive Aktienfonds völlig sinnbefreit. Aufgrund der hohen Diversifikation und Risikostreuung über eine zweite Ebene (mit zusätzlichen Zielfondskosten) muss der Dachfonds einfach teurer als der herkömmliche Fonds sein. Daher sind die höheren Kosten ein ganz bewusstes und unvermeidbares Investment und der Preis für die gewünschte Diversifizierungs- und Sicherheitskomponente. Somit ist es müßig die Qualität eines Dachfonds an seiner Gebührenhöhe festzumachen, statt an dem finalen Ergebnis nach Kosten.

2) Es ist zwar Fakt, dass der positive Steuerverschiebungseffekt für alle Dachfonds seit Anfang 2019 nicht mehr existiert, jedoch sollte man auch bedenken, dass eine Anlageentscheidung ohnehin IMMER über die Produktqualität fallen sollte und NIE über etwaige steuerliche Vorteile. Oftmals waren diejenigen Anleger, die bei diesem Aspekt blind die Prioritäten gesetzt haben (Filmfonds, Schiffe etc.), meist auch die Verlierer im Kapitalanlagesegment. Daher sollte man eine Entscheidung pro oder contra Dachfonds ohnehin gelöst von der steuerlichen Betrachtung treffen.

Strategie und nicht Modetrend

Die Patriarch Select Dachfondsfamilie besteht bereits seit dem Jahre 2006. Somit sind alle Fonds auf diesem Segment in unveränderter Form seit dem 26.08.2006 – also weit vor dem Dachfonds-Trend in 2008 – am Markt. Sogar das mandatierte Management der Fonds, die DJE Kapital AG, agiert damals wie heute unverändert für die Fonds.
Hier wird bereits ein wichtiger Unterschied klar. Nämlich, dass Patriarch diese Fonds nicht als Steueroptimierungsinstrument zur Abgeltungssteuer eingeführt hat, sondern als klassische, bequeme und risikooptimierte Kapitalanlage für das Breitenpublikum.

Auch der unveränderte Investmentansatz, die „Patriarch-Best-Advice-Philosophie“,  spricht für sich. „Keine Patriarch-Zielfonds erlaubt, Zielfondsquote des mandatierten Managements (DJE Kapital AG) maximal 15%, sowie keine einzelne KVG-Gewichtung oberhalb von 10%“. Diese klare Philosophie wird seit stolzen 14 Jahren unverändert strikt eingehalten. Der Investor bekommt also auf Zielfondsebene definitiv das Beste was der breite Fondsmarkt in Deutschland zu bieten hat !
Auch die Gebührenstruktur der drei Fonds ist seit Beginn absolut unverändert, sodass jedem sofort klar wird, dass diese Produkte von Anfang an fair und marktkonform kalkuliert wurden. Das zeigen dann auch die Ergebnisse für die Anleger.

Von wegen Out – Geheimtipp Dachfonds!

Wenn die Konkurrenz schwächelt, wird schnell ersichtlich, wer sein Handwerk wirklich versteht. Betrachtet man sich zum Beispiel den Zeitraum NACH dem Dachfondshipe (also die letzten 11 Jahre), dann schlagen für die Patriarch Select Dachfondsfamilie Ergebnisse zwischen 3% – 6,88% p.a. bereits nach Abzug aller (ach so hoher) laufender Kosten zu Buche! Und das bei geringstmöglichen Schwankungen. Tolle Ergebnisse für Anleger, die sich nicht mit ihrer Kapitalanlage beschäftigen wollen und einfach nur ein Rund-um-Sorglos-Paket suchen. Denn dafür sind Dachfonds konzipiert.

Noch beeindruckender im Wettbewerbsvergleich

Wie gut die Patriarch-Dachfonds wirklich sind, zeigt am Beispiel des Patriarch Select Wachstum (WKN: A0JKXX) der folgende Konkurrenzvergleich über denselben Zeitraum.
In der Vergleichsgruppe des Patriarch Select Wachstums befinden sich sage und schreibe 436 Fonds, die alle dasselbe Ziel verfolgen. Die rote Line zeigt deren Durchschnittsergebnis im Verlauf. Was auffällt ist, dass der Patriarch-Fonds IMMER ein besseres Ergebnis liefert und die Qualitätsschere immer weiter aufgeht. Was kann ein Anleger sich Schöneres wünschen?

Gerade, wenn ein Segment mal kritischer betrachtet wird, zeigen sich ganz besonders die Qualitätsunterschiede. Je mehr Dachfonds vom Markt verschwinden, desto glücklicher dürfen sich die Patriarch-Kunden in ihrem defensiven Patriarch Select Ertrag (WKN: A0JKXY), ausgewogenen Patriarch Select Wachstum (WKN: A0JKXX) und offensivem Patriarch Select Chance (WKN: A0JKXY) schätzen.  Wie immer gilt eben auch hier, wie bei jeder Geldanlage – genau hinschauen! Solche Qualitätsdachfonds sind heute mehr denn je eine Kaufoption…

Dirk Fischer

Geschäftsführer der Patriarch Multi-Manager GmbH

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